Werkbrandschutz-Ausbildung gemäß FwDV

Die Feuerwehrkompaktausbildung gemäß FwDV für öffentliche und nicht öffentliche Feuerwehren!


Was für ein Aufschrei in den Internetforen und bei den Feuerwehren, als ein privater Dienstleister (größte private Feuerwehr weltweit) seine Pläne für Deutschland vor ein paar Monaten verkündet hat.
Auch wenn er zur Zeit nur beabsichtigt sich im Rettungsdienst in Deutschland zu etablieren, wurden sofort auch Spekulationen bezüglich einem Engagement als Dienstleistungsfeuerwehr im kommunalen Brandschutz laut.
Ein weiteres Beispiel ist in Dortmund zu finden, als kürzlich der Brandsicherheitswachdienst in der Westfalenhalle, der bisher von der städtischen Feuerwehr wahrgenommen wurde, jetzt von einem privaten Sicherheitsdienstleister übernommen wurde.
Dies sind nur zwei Beispiele vom Konflikt zwischen privater sowie öffentlicher Feuerwehr und deren Wahrnehmung in der Feuerwehr-Fachwelt. Hier stellt sich die Frage: Sind Dienstleistungsfeuerwehren in Deutschland neu? Nein, bis heute gibt es in Deutschland ca. 40 Unternehmen die Feuerwehrdienstleistungen anbieten. Bei manchen handelt es sich um Sicherheitsfirmen mit Feuerwehrdienst, aber auch komplette Feuerwehren treten als Dienstleister auf. Zum Teil existieren diese Unternehmen schon über zehn Jahre.
Auch wenn diese Dienstleistungen im wesentlichen für den betrieblichen Brandschutz angeboten werden, so sind manche dieser Unternehmen durch Ausrüstung und Fuhrpark durchaus mit einer öffentlichen Feuerwehr vergleichbar.
Oft werden dabei solche Dienstleister nur auf Leistungen des Brandschutzes bei feuergefährlichen Arbeiten oder bei Veranstaltungen reduziert.
Die Vielzahl der Feuerwehrdienstleister bieten aber auch die Bereitstellung von kompletten Betriebs- und Werkfeuerwehren, Betriebssanitätsdienst, Notfallberatungen, Technische Hilfeleistungen aller Art (z. B. Ölspurbeseitigung, Sturmschadensbeseitigung) und vieles mehr an.
Die VdS 2034 (Nichtöffentliche Feuerwehren) definiert eine Dienstleistungsfeuerwehr wie folgt: „Eine Dienstleistungsfeuerwehr ist eine private Feuerwehr, die auf einem Privatgelände die Aufgaben einer Werk- oder Betriebsfeuerwehr als nicht unternehmenseigene Feuerwehr erbringt.“
Die Feuerwehrmitarbeiter dieser Unternehmen haben seit ein paar Jahren auch eigene Tarifverträge. Sicherlich gibt es finanziell, wie auch im Berufsbild eines Dienstleistungsfeuerwehrmanns zu einem klassischen Berufsfeuerwehrmann, zahlreiche Unterschiede. Dies ist im Wesentlichen der meist unterschiedlichen Rahmenbedingungen (z. B. Auftragsbedingungen) geschuldet, die es so bei einer öffentlichen Feuerwehr nicht gibt.

Das Anforderungsprofil ist je nach Feuerwehrdienstleister unterschiedlich. Wir haben mit der Werk- und Betriebsbrandschutz-Ausbildung eine Ausbildung geschaffen die denn Mindestanforderungen der nicht öffentlichen Feuerwehren und den meisten Feuerwehrdienstleistern entsprechen.


Inhalt der Ausbildung Kurzbeschreibung:

  1. Truppführerqualifikation gemäß FwDV
  2. Sprechfunker gemäß PDV/DV 810.3
  3. Atemschutzgeräteträger gemäß FwDV 7
  4. Heißausbildung (Realbrandanlage)
  5. Maschinist für Tragkraftspritze und Löschfahrzeuge
  6. Brandschutzbeauftragter gemäß den Richtlinien der DGUV I 205-003 und VdS 3111
  7. LKW Führerschein Klasse: C



Auszug aus dem Lehrplan:  

  • Gesetze und Vorschriften (Brandschutzgesetze,GUV,C53 UVV Feuerwehr §§35, 38 StVO, BHKG)
  • Arbeitssicherheit DGUV 1
  • Gefahren an der Einsatzstelle
  • Fahrzeugkunde EN 1846 / DIN 70020
  • Bewerbungstraining 
  • Umgang mit der Presse und Behörden
  • Psychologie (Umgang mit Menschen)
  • Gefahren an der Einsatzstelle / Gefahrenlehre
  • Einsatztaktische Reglungen im Einsatz (Planspiel,Führungsvorgang)
  • Grundtätigkeiten FwDV 1
  • Löschwasserversorgung
  • Rettungsgeräte
  • Löschen von Bränden
  • Ausbildung gemäß FwDV 3
  • Retten und Selbstretten
  • Stressbewältigung und Nachsorge
  • Grundlagen ABC
  • Atemschutznotfalltraining
  • Gesetze der Feuerwehr und Rettungsdienste
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Gefahrenlehre
  • Löschwasserentnahme
  • Baukunde, baulicher- und betrieblicher Brandschutz
  • Anlagentechnischer Brandschutz
  • Brand- und Feuerversicherungen
  • Feuerwehrpläne und Feuerwehrlaufkarten
  • Flucht- und Rettungswegpläne
  • Deuten von Brandschutzkonzepten und Brandschutzgutachten
  • Gerätekunde
  • Ausbildung an der Feuerlöschtrainingsanlage 
  • Ausbildung in einer Realbrandanlage
  • LKW Führerschein (Klasse C)

 

Dauer der Ausbildung: 12 Monate Vollzeit (Bitte frühzeitig Anmelden die Plätze sind begrenz)

 

Teilnahme Voraussetzung

  • Mindestalter 21 Jahre
  • Deutsch in Wort und Schrift (C1)
  • Abgeschlossene Berufsausbildung im Handwerk von Vorteil
  • PKW Führerschein Klasse: B
  • Persönliche Eignung
  • Gesundheitliche Eignung nach G25, G26.3 und G41 (Wird am Anfang der Ausbildung durch unseren medizinischen Dienst durchgeführt)


Förderungsmöglichkeiten


 

Zielgruppe

  • Berufsneulinge und Quereinsteiger in den Feuerwehrberuf
  • Studenten und Berufseinsteiger die sich vorqualifizieren möchten für die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr (Qualifikationsnachweis) 
  • Mitarbeiter der Feuerwehr oder die mit dem Brandschutz in Werken oder Betrieben betraut sind
  • Werkfeuerwehren
  • Betriebsfeuerwehren
  • Dienstleistungsfeuerwehren
  • Brandschutzdienstleister


Abschlüsse:

  • Werkbrandschutz-Ausbildung  (inklusive Truppführerqualifikation, Trägerzertifikat)
  • Atemschutzgeräteträger gemäß FwDV 7
  • Brandschutzbeauftragter gemäß den Richtlinien der DGUV I 205-003 und VdS 3111
  • Sprechfunker gemäß PDV/DV 810.3
  • Maschinist für Tragkraftspritze und Löschfahrzeuge
  • LKW Führerschein Klasse: C